KI-Tools – zwischen Kompetenz und Denkfaulheit
In dieser Folge von t’charta chats und dem zweiten Teil des Podcasts mit Catherine und Peter Sencar, Head of Innovation der SFS Group im Bereich Befestigungstechnik, knüpfen die beiden an die Themen der letzten Folge an. Nachdem sie im ersten Teil diskutiert haben, wie man Use Cases identifiziert und eine strategische Roadmap entwickelt, geht es in dieser Folge unter anderem darum, wie man sich für KI-Tools entscheidet, wie man die Mitarbeitenden dazu bringt, diese zu nutzen und wie wichtig das Prompt-Engineering ist.
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Die Auswahl von KI-Tools
Nach den Prozessen und den Use Cases kommt die Auswahl des richtigen KI-tools. Hier gibt es für Peter zwei entscheidende Aspekte – der Anbieter auf der einen und die Integration der Anwendung in bestehende Tools. Daneben ist auch eine starke Governance empfehlenswert. Aufgrund der zahlreichen Cybersecurity-Trainings geben klare Richtlinien Mitarbeitenden Sicherheit im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Es muss klar definiert sein, was erlaubt ist und was nicht.
Begeisterung statt Skepsis
Gerade zu Beginn der Einführung ist das Training entscheidend, denn hier entstehen die meisten Fehler. Peter empfiehlt, den Mitarbeitenden zuerst zu erklären, wie KI überhaupt funktioniert, wie sie trainiert wird und dass das Tool im Grunde ziemlich dumm ist. Drei Millionen Bilder werden benötigt, damit die KI eine Katze zuverlässig erkennen kann. Dieses Wissen nimmt Ängste und bestätigt, was wir im ersten Teil gelernt haben - KI ist keine Wunderwaffe. Begeisterung entsteht erst, wenn die Mitarbeitenden gut geschult sind und das Prompt Engineering beherrschen, bevor sie das Tool verwenden.
Ein guter Prompt führt zu gutem Output
Gemäss Peter gibt es beim Prompt Engineering vier Kriterien, die zu definieren sind:
deine Rolle
den Kontext
den Task
das Format
Wenn man diese vier Punkte beachtet, lässt sich die Qualität des Outputs massiv steigern. Dabei gilt, für jeden Anwendungsfall spezifisch und konkret zu sein. Ready-to-use Prompts können helfen, dass nicht alle Mitarbeitenden für gleiche oder ähnliche Aufgaben neue und individuelle Prompts schreiben müssen – auch das steigert die Effizienz.
Gegen die Denkfaulheit
KI wird nicht mehr verschwinden. Das muss sowohl von Führungskräften kommuniziert als auch von Mitarbeitenden verstanden werden. Deswegen ist es essenziell, dass man sich selbst weiterbilden möchte und die angebotenen Trainings auch nutzt, denn gemäss Peter steigert man damit auch seine eigene Wertigkeit und macht sich das Leben einfacher. Wie im ersten Teil des Podcasts besprochen, soll die künstliche Intelligenz langweilige Arbeiten oder Routineaufgaben übernehmen. Damit bleibt den Mitarbeitenden mehr Zeit, sich den spannenden Fragestellungen zu widmen und die eigene Intelligenz wertschöpfender und sinnvoller einzusetzen. Ein zentraler Punkt, um nicht, wie Peter es sagt, «denkfaul» zu werden und sein Gehirn auch weiterhin ausreichend zu trainieren.