Am 17. Juni 2026 hat das EU Parlament die Payment Service Directive 3 (PSD 3) sowie die Payment Services Regulation (PSR) verabschiedet. Ab Frühjahr 2028 müssen Banken der EU – und leicht verzögert auch Banken des EWR – den neuen Regeln gerecht werden, insbesondere den verschärften Regeln zur Betrugsabwehr, der Begünstigten-IBAN Verifikation und der neuen Haftung der Finanzinstitute bei Identitäts- und Spoofing-Betrug.
Welche Auswirkungen haben die neuen Regeln auf schweizerische und liechtensteinische Banken? Und wie setzt man die neuen Anforderungen an den Schutz der Kunden am besten um? Dies und mehr diskutiert t’charta am 26. August 2026 mit My Chau Bachelard, Rechtsanwältin und Partner bei der Kanzlei Künzi Hess MacNab, sowie mit Markus Hösli und Michael Hartmann von der Liechtensteinischen Landesbank (LLB), welche in allen drei Legislaturen tätig ist.
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Webinar «Die PSD3 & PSR und ihre Relevanz für Schweizer Banken»
Mittwoch 26. August 2026
13:00 – 14:00h
Die PSD3 und PSR erweitern den Schutzrahmen für Konsumenten erheblich. Ein zentraler Punkt ist die Verschärfung der Haftungsregeln. Transaktionen, welche durch Kriminelle erbeutet werden, die sich dem Kunden gegenüber als vermeintliche Bankmitarbeiter ausgeben, gelten neu als unautorisierte Transaktionen. Das heisst, die Zahlungsdienstleister müssen den vollen Betrag zurückerstatten. Doch auch eine fehlende Betrugsabwehr führt zur Haftung des Payment Service Providers. Neben der Haftung kommen noch erweiterte Verpflichtungen wie der IBAN-Namen-Check vor jeder Transaktion oder die risikobasierte verhaltensanalytische Transaktionsüberwachung in Echtzeit hinzu. Aber auch Online-Plattformen und Telekommunikationsfirmen sehen sich neuen Anforderungen und Haftungsregeln gegenüber den Finanzinstituten ausgesetzt, wenn diese nicht kooperieren oder betrügerische Inhalte nicht entfernen.
Als Schweizer Bank könnte man nun zu dem Schluss kommen, dass einen dies nichts angeht, aber so einfach ist es nicht. Nicht nur die Schweizer Rechtsprechung orientiert sich an Europa sondern auch die Kriminellen. Sie suchen immer den Weg des geringsten Widerstands, um ihre Angriffe zu lancieren.
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